Ein subjektiver Blick in Gemeinde und Kommunalpolitik von Erika Reußwig

Natalie Trageser    Liebe Natalie,

Dein Schritt, auf den Sitz in der Gemeindevertretung zu verzichten, war längst überfällig.

  • Deine juristischen Vorlesungen, Klausuren, Seminare und Hausarbeiten,
  • parallel dazu das Repetitorium zur Vorbereitung des 1. Staatsexamens,
  • Deine anspruchsvolle und zeitraubende Tätigkeit im Regionalbüro des Grünen Landtagsabgeordneten Daniel Mack
  • und die oft sehr aufwändigen Arbeiten für die ausnahmslos intensiv vorbereiteten Sitzungen der Gemeindevertretung / der Ausschüsse

– das ist zusammen kaum zu bewältigen. Es gibt Leute, die sind mit einer dieser „Baustellen“ allein schon überfordert. Trotzdem hast Du so lange durchgehalten. Während andere Personen Deines Alters lieber feiern gehen, hast Du Dich für das Gemeinwohl abgestrampelt.

  • Wie Dein Fraktionschef in seiner wertschätzenden und dankbaren Abschieds-Stellungnahme erwähnt hat, sind die Grünen gut aufgestellt und werden Dich wohl nicht vermissen. (siehe Link „Vorsprung“)
  • Dass in der auf unabsehbare Zeit statisch eingefrorenen und festbetonierten Freigerichter Kommunalpolitik ohnehin kaum etwas zu bewegen oder zu verändern ist, (Egal, wie sehr man sich auch bemühen mag!) erleben wir seit Jahren. Im Gegenteil, Opposition und Meinungsvielfalt sind mit dem Lauf der Zeit immer weniger zu erkennen. Fast jede Mühe ist somit (fast völlig) vergebens.

Deinen Rücktritt kann ich so sehr gut verstehen. Schließlich musst Du von Deinem Beruf irgendwann leben und sollst möglichst bald und viel in die notleidende staatliche Rentenkasse einzahlen. 😉

Trotzdem bin ich natürlich traurig, dass wieder jemand weg ist, der eine eigene Meinung zu formulieren und zu vertreten weiß. Respekt, Anerkennung und Dank für Deinen tollen Einsatz für Freigericht. Ich habe auch hier viel von Dir lernen können.

Bereite Dein 1. Staatsexamen – wie es Deine Art ist – nun in Ruhe gründlich vor.
Und vergiss nicht, spätestens danach auch endlich den dringend nötigen Urlaub einzuplanen!

Dein Vater und ich drücken Dir ganz fest die Daumen für Deine Prüfungen und sind gespannt, wohin Dein Weg Dich führen wird. Alles Liebe!

GNZ-Polituren

GNZ-Rücktritt

GT-Abschied

Vorsprung

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Kommentare zu: "Wie schade!" (1)

  1. Ingrid Krebs schrieb:

    Ich finde es auch schade, dass Natalie die GV verlässt. Ihr Auftreten hat mich immer wieder beeindruckt. Ihre Versuche, eine moderne Denkweise den ewig Gestrigen vorzuhalten, sind leider ständig gescheitert. Ohne solch` fortschrittlich denkende Menschen kann hier leider nichts mehr bewirkt werden. „Schade“ Hier in diesem Freigericht wird sich eh`nichts verändern, solange Gemeindevertreter für einen Applaus „gerügt“ werden. „Auch schade“

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