Ein subjektiver Blick in Gemeinde und Kommunalpolitik von Erika Reußwig

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Umfrage von Admin Erika Reußwig

Beigefügt eine Presseveröffentlichung von SPD-Gemeindevorstand Anne Blobner. Solche Vorkommnisse wiederholen sich in regelmäßigen Abständen. Lassen Sie uns darüber diskutieren, wie mit einer solchen Kampagne am besten umzugehen ist.

Hier die Veröffentlichung: Blobner spezial

Welche Lösung ist aus Ihrer Sicht die richtige?

Theoretisches Beispiel für eine sachliche Erklärung:

BfF-Gemeindevorstand Eberhard Schäfer hat eine ganz einfache mathematische Erklärung gefunden:

„Wenn nur 3 Fraktionen in der Gemeindevertretung sind und jede Fraktion im Jahr 10 Anträge stellt, dann sind das im Jahr insgesamt 30 (= 3 x 10). 

Wenn aber, wie jetzt,  7 Parteien und Wählergruppen vertreten sind, dann sind das eben locker 7 x 10 Anträge, also 70.“

Theoretisches Beispiel für eine pointierte Antwort:

„Ein einzigartiger Vorgang: Da meldet sich ein Mitglied des Gemeindevorstands zu Wort und kritisiert, dass in der Gemeindevertretung zu viele (!!!) Anträge und Anfragen gestellt würden. Der Rüffel kommt übrigens von genau der Person, die vorher lauthals verkündet hat, unter den neuen Kräften seien nur ‚1-Themen-Parteien‘.

Sollte nicht genau das Gegenteil der Fall sein? Ein Lob für den fleißigen Einsatz aller Fraktionen? Müssen nicht langwierige und wichtige Anträge früh eingebracht werden, damit sie in der laufenden Periode möglichst komplett abgearbeitet werden können? Seit uns lohnt sich der Aufwand für die Vorbereitung der GV-Sitzungen auf jeden Fall richtig, oder? 😉 

Was würde die Verfasserin wohl sagen, wenn ihr bekannt wäre, dass bei uns ‚Bürgern für Freigericht‘ eine Liste mit aktuell rund 3 Seiten Antrags-Themen (steigende Tendenz) auf Bearbeitung wartet, weil wir die Verwaltung eben nicht „zuschütten“? Wofür wurden wir wohl mit über 12 % der Stimmen im ersten Anlauf gewählt? Ganz bestimmt nicht dafür, dass wir tatenlos zuschauen, wie es weitergeht wie bisher… 

Wer ist die Frau eigentlich, dass sie meint, sie habe die Hoheit über die Gemeindevertretung? Was hat sie uns zu sagen? Und was meinen die Kollegen im Gemeindevorstand zu dieser Aktion? 

In unglaublicher Manier werden die Arbeit und der Einsatz der Gemeindevertreter auch qualitativ entwertet und herabgewürdigt. Was hat die Frau geritten, wenn sie sinngemäß festhält, im Urlaub am Badestrand oder in der Berghütte würde aus Langeweile jeder nur erdenkliche Blödsinn in einen Antrag gepackt? War sie vielleicht dort selbst aktiv und – bei der Verfassung ihrer ‚Erklärung‘ – etwas zu lange der Sonne ausgesetzt?

Wir jedenfalls erarbeiten und diskutieren unsere Anträge seriös und gründlich. Das ist ernsthafte Arbeit. Das kostet viel Zeit und Mühe. Wie kommt Frau Blobner dazu, unsere Arbeitsweise und die investierten Stunden bewerten zu wollen, ohne bisher auch nur ein einziges Wort mit einem Mitglied unserer Fraktion gewechselt zu haben? 

Gleichzeitig beklagt die SPD-Frontfrau, dass hemmungslos von ihr abgeschrieben würde. …Oje, das sagt dann aber viel über ihre eigenen Vorlagen aus, wenn sie vorher festgehalten hat, die ‚Flut‘ tauge qualitativ nichts. 

Schlimm: Ist ihr als SPD-Mandatsträger nicht bewusst, dass vor allem auch die Mitglieder ihrer eigenen Fraktion damit herab geputzt werden. Kommen doch sehr viele Anträge und Anfragen aus den Reihen der SPD. Wer ein solches Vorstandsmitglied hat, der braucht keine politischen Gegner.

Wer sorgt dafür, dass sie endlich aufhört, einen Scherbenhaufen nach dem anderen anzurichten, bevor dem Ansehen der Gemeinde ernsthaft Schaden zugefügt wird?

Ja, damit hat sie allerdings Recht: Neue Besen kehren tatsächlich gut (nicht nur am Anfang, sondern dauerhaft). Da wird jede Menge Staub aufgewirbelt und so manche verborgene Ecke ausgekehrt. Genau dafür sind wir angetreten. Genau das erwarten unsere Wähler; sie werden wir gewiss nicht enttäuschen. 

Wir ‚Bürger für Freigericht‘ sind seit langem ihre bevorzugte Lieblings-Zielscheibe für unsachliche und niveaulose Kritik, somit erwarten wir keine Einsicht. Wir nehmen es sportlich und betrachten jeden Anwurf nachsichtig als Bestätigung unserer hochwertigen Arbeit. Als absolute Parlaments-Neulinge ohne Partei-Administration im Hintergrund  ‚machen‘ wir uns doch ganz gut, oder? 

Der Bezug zum Urlaub gibt zu denken. Vielleicht sollte man bei Stress wirklich besser ein paar Tage ausspannen – oder mal wieder in Ruhe ein gutes Buch lesen? Ein Tipp von Frau zu Frau: „Der kleine Drachen Hab-mich-lieb“ mit einem ganz reizenden Happy-End für die geläuterte Bösewichtin.  (von Andrea Schwarz)“

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